Kirkwall ist die Hauptstadt der Orkney-Inseln vor der Nordküste Schottlands - eine Stadt mit rund 9.000 Einwohnern und tiefem Wikinger-Erbe. Der Name geht auf das altnordische 'Kirkjuvágr' ('Kirchenbucht') zurück; über Jahrhunderte gehörten Orkney zu Norwegen, ehe die Inseln 1468 an Schottland fielen. Dieses nordische Erbe ist bis heute in Dialekt, Ortsnamen und Architektur spürbar.
Das Wahrzeichen ist die St-Magnus-Kathedrale aus rotem Sandstein, 1137 vom norwegischen Earl Rognvald zu Ehren seines Onkels, des heiligen Magnus, gegründet. Sie gilt als das 'Licht des Nordens' und ist die nördlichste Kathedrale Großbritanniens. Direkt gegenüber liegen die Ruinen des Bishop's Palace und des Earl's Palace, eines der schönsten Renaissance-Bauwerke Schottlands.
Kirkwall ist außerdem Heimat der Highland-Park-Destillerie - der nördlichsten Single-Malt-Whisky-Destillerie Schottlands, gut einen Kilometer südlich des Zentrums an der Holm Road. Rund um die Insel liegen die großen Sehenswürdigkeiten: das UNESCO-Welterbe 'Heart of Neolithic Orkney' mit dem 5.000 Jahre alten Steinzeitdorf Skara Brae (älter als Stonehenge und die Pyramiden), dem Ring of Brodgar und den Standing Stones of Stenness. Und südlich der Stadt erinnern die Churchill Barriers, die Italienische Kapelle und der Naturhafen Scapa Flow an die Rolle Orkneys in beiden Weltkriegen.