Marmaris ist ein Ferien- und Segelort mit rund 98.000 Einwohnern an der türkischen Ägäis-/Mittelmeerküste (Provinz Muğla), in einer geschützten Bucht mit bewaldeten Bergen ringsum. Im Sommer vervielfacht sich die Einwohnerzahl - Marmaris ist eines der klassischen Zentren des deutschen und britischen Pauschaltourismus und zugleich ein bedeutendes Segelrevier mit zwei großen Marinas.
Die Geschichte reicht weit zurück: In der Antike lag hier die karische Stadt Physkos (griechisch Physkos, latinisiert Physcus), die zum Einflussgebiet von Rhodos gehörte. Wahrzeichen der Stadt ist die Burg von Marmaris (Marmaris Kalesi) auf dem höchsten Punkt der Altstadt. Sie wurde 1522 unter Sultan Süleyman dem Prächtigen von Grund auf neu errichtet, als Marmaris als Flottenbasis für die osmanische Eroberung von Rhodos diente. 1979 begann die Restaurierung; seit den 1980er-Jahren ist die Burg ein Museum mit sieben Galerien und einem blühenden Innenhof, das Funde aus Knidos, Amos, Burgaz und Physkos zeigt.
Rund um die Burg liegt das alte Marmaris (Kaleiçi) mit engen Gassen, dazu der Große Basar mit Kleidung, Teppichen, Schmuck und Souvenirs - Handeln gehört dazu. Direkt darunter erstrecken sich Jachthafen und Uferpromenade. Familien zieht es außerdem an die langen Sandstrände der Bucht und ins benachbarte İçmeler (südlich, mit Wassersport).
Der beliebteste Ganztagsausflug führt nach Dalyan (ca. 1 h): eine Flussfahrt vorbei an den in den Fels gehauenen lykischen Königsgräbern von Kaunos, der Schildkrötenstrand İztuzu (Brutstrand der Unechten Karettschildkröte, Caretta caretta) und die Schwefel-Schlammbäder.
Kulinarisch gibt es türkische Klassiker: Köfte, Pide, Lahmacun, Mezeler, dazu Çay im Tulpenglas und Maraş-Eis. Vom Cruise-Terminal sind es rund 1,5-2 km bis ins Zentrum - eben, aber schattenarm; Taxi oder Shuttle sind die bequeme Alternative.