Schon bei der Einfahrt verschlägt es euch den Atem: Der Felsen von Gibraltar wächst 426 Meter senkrecht aus dem Meer, dahinter schimmert bei klarer Sicht die afrikanische Küste. In der Antike galt der Fels als eine der Säulen des Herakles – das Ende der bekannten Welt. Seit 1704 ist Gibraltar britisch, und genau diese Mischung macht den Landgang so besonders: rote Telefonzellen und Bobby-Helme unter spanischer Sonne, Fish & Chips neben Tapas.
Vom Kreuzfahrtterminal am North Mole lauft ihr in rund 20 Minuten zum Casemates Square, dem quirligen Hauptplatz am Beginn der Main Street. Hier beginnt das eigentliche Abenteuer für Familien: Mit der Seilbahn schwebt ihr in sechs Minuten auf den Gipfel – oben warten die berühmten Berberaffen, Europas einzige frei lebende Affenkolonie. Die rund 200 Tiere sind an Menschen gewöhnt, aber freche Diebe: Essen bleibt im Rucksack!
Im Naturreservat Upper Rock erkundet ihr die St. Michael's Cave, eine gewaltige Tropfsteinhöhle mit farbig beleuchteten Kalksteinsäulen – für Kinder ein echtes Märchenreich. Wer mag, späht durch die Great Siege Tunnels, die Soldaten im 18. Jahrhundert in den Fels trieben. Unten in der Stadt locken die Main Street mit zollfreiem Shopping und der grüne Commonwealth Park mit Spielplatz und Wasserspiel für eine Verschnaufpause.
Kulinarisch bleibt es britisch-mediterran: knusprige Fish & Chips am Casemates Square, dazu ein Scone oder ein Eis für die Kinder. Bezahlt wird in Gibraltar-Pfund oder britischen Pfund, Euro werden fast überall akzeptiert – Wechselgeld gibt es allerdings in Pfund. Plant den Rückweg großzügig: Am Nachmittag wollen alle gleichzeitig zurück zum Schiff.