Santa Cruz de la Palma vom Wasser
Hafenführer · Atlantik · Spanien

Santa Cruz de la Palma

Die 'Isla Bonita' und ihr Kolonialhafen

🚶 Vom Kreuzfahrt-Terminal (Estación Marítima) ins Zentrum ist es weniger als 1 km - etwa 10-15 Min zu Fuß entlang der Avenida Marítima (an den Holzbalkonen vorbei), dann in die Fußgängerzone Calle O'Daly. Leichte Steigung in die Altstadt, sonst gut zu Fuß machbar.🗣️ ES
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Die 'Isla Bonita' und ihr Kolonialhafen

Santa Cruz de la Palma ist die Hauptstadt der Kanareninsel La Palma, die wegen ihrer grünen Berge, Vulkane und klaren Sternenhimmel 'Isla Bonita' (die schöne Insel) genannt wird. Die gesamte Insel ist UNESCO-Biosphärenreservat. Die Stadt gilt als einer der besterhaltenen Kolonialhäfen der Kanaren: Die Altstadt steht unter Denkmalschutz und bewahrt ein geschlossenes Ensemble aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit weiß getünchten Fassaden, Kopfsteinpflaster-Gassen und den schönsten geschnitzten Holzbalkonen des Archipels - besonders eindrucksvoll an der Avenida Marítima direkt am Wasser.

Gegründet wurde die Stadt am 3. Mai 1493 von Alonso Fernández de Lugo. Im 16. Jahrhundert wurde Santa Cruz de la Palma durch den Handel mit der Neuen Welt reich: Nach der Einrichtung des 'Juzgado de Indias' 1558 durfte der Hafen direkt mit den amerikanischen Kolonien handeln und galt zeitweise als drittwichtigster Hafen des spanischen Weltreichs nach Sevilla und Antwerpen. Kaufleute und Bankiers aus Genua, Portugal und Flandern ließen sich nieder, Zuckerrohr-Export und Schiffbau blühten. 1553 brannte der französische Korsar François Le Clerc ('Pata de Palo', Holzbein) die Stadt nieder - danach wurde sie wieder aufgebaut und stark befestigt.

Herz der Stadt ist die Plaza de España mit dem Rathaus (Ayuntamiento) aus dem 16. Jahrhundert, dem schönsten Beispiel ziviler Renaissance-Architektur der Kanaren, und der Kirche El Salvador (16. Jh.) mit ihrer Mudéjar-Holzdecke und flämischen Gemälden. Von hier führt die autofreie Calle O'Daly - benannt nach einem irischen Bananenhändler - als Fußgänger- und Einkaufsstraße durch die Altstadt.

Ein Familien-Magnet ist das Museo Naval im 'Barco de la Virgen': ein begehbarer Beton-Nachbau der Santa María, dem Schiff, mit dem Kolumbus 1492 Amerika erreichte. Der Nachbau wurde 1940 von Einheimischen gebaut und nach der Inselpatronin, der Virgen de las Nieves, benannt; drinnen gibt es Seekarten, nautische Instrumente und Schiffsmodelle. Er liegt an der Plaza de la Alameda, wenige Minuten vom Schiff. Eintritt 4,50 EUR, Kinder unter 12 frei (Mo-Sa; Okt-Apr 10-18 Uhr, Mai-Sep 10-20 Uhr).

Wer die Natur sehen will, fährt ins Inselinnere: Der Nationalpark Caldera de Taburiente ist einer der größten Erosionskrater der Erde - ein von Kanarischen Kiefern bewaldeter Talkessel von rund 8 km Durchmesser mit bis zu 1.500 m hohen Wänden. Weiter oben, auf dem Roque de los Muchachos (2.426 m), steht eines der wichtigsten Observatorien der Welt (mit dem GranTeCan, dem größten optischen Spiegelteleskop). Beides ist nur per Reederei-Ausflug oder Mietwagen erreichbar (Fahrt ca. 1-1,5 Std. je Richtung) und für einen kurzen Hafentag mit kleinen Kindern eher lang.

Zum Baden bleibt man besser in Hafennähe: der kleine Stadtstrand Playa de Bajamar (ca. 1,3 km südlich) oder die schwarze Vulkansand-Bucht Playa de Los Cancajos (wenige Fahrminuten südlich). Vom Kreuzfahrt-Terminal (Estación Marítima) sind es weniger als ein Kilometer bis ins Zentrum - ein Spaziergang von etwa 10-15 Minuten entlang der Avenida Marítima mit leichter Steigung in die Altstadt.

Der Weg vom Pier

So kommt ihr ins Zentrum.

🚶Zu Fuß

Vom Kreuzfahrt-Terminal (Estación Marítima) ins Zentrum ist es weniger als 1 km - etwa 10-15 Min zu Fuß entlang der Avenida Marítima (an den Holzbalkonen vorbei), dann in die Fußgängerzone Calle O'Daly. Leichte Steigung in die Altstadt, sonst gut zu Fuß machbar.

🚌Shuttle

Ein Reederei-Shuttle ist meist nicht nötig - der Hafen liegt direkt am Zentrum. Für Caldera de Taburiente und die Sternwarte Roque de los Muchachos bieten Reedereien geführte Tagesausflüge an.

🚕Taxi

Taxis stehen am Terminal. Ins Zentrum lohnt sich ein Taxi kaum (kurzer Fußweg); nützlich eher für die Playa de Los Cancajos oder Ausflüge ins Inselinnere (Caldera-Aussichtspunkte, Roque de los Muchachos).

🚆Öffentlich

Stadt- und Überlandbusse (guaguas) halten in Hafen-/Zentrumsnähe. Ins historische Zentrum kommt man am einfachsten zu Fuß; Busse sind vor allem für Ziele außerhalb (Strände, Inselinneres) relevant.

Insider-Tipps

Was den Tag leicht macht.

  • Zu Fuß in die Altstadt: Vom Terminal (Estación Marítima) der Avenida Marítima folgen - vorbei an den berühmten geschnitzten Holzbalkonen - und dann in die Calle O'Daly abbiegen. Nach 10-15 Min (leichte Steigung) steht man an der Plaza de España mit Rathaus und Kirche El Salvador.

  • Barco de la Virgen (Museo Naval): der begehbare Schiffsnachbau der Santa María an der Plaza de la Alameda ist der beste Kinder-Stopp der Stadt - zentral, günstig und drinnen bei Regen oder Mittagshitze angenehm. Eintritt 4,50 EUR, Kinder unter 12 frei; Mo-Sa, Okt-Apr 10-18 Uhr, Mai-Sep 10-20 Uhr.

  • Avenida Marítima: die Häuserzeile mit den bunten, doppelstöckigen Holzbalkonen (teils im Ajimez-Stil) ist das Wahrzeichen der Stadt und liegt direkt auf dem Weg vom Schiff.

  • Große Natur nur mit Ausflug: Nationalpark Caldera de Taburiente und die Sternwarte Roque de los Muchachos (2.426 m) liegen im Inselinneren, ca. 1-1,5 Std. Fahrt je Richtung. Für einen kurzen Hafentag mit Familie eignet sich am ehesten eine geführte Reederei-Tour zu einem Aussichtspunkt (Mirador) - die Bergstraßen sind kurvig.

  • Baden: kleiner Stadtstrand Playa de Bajamar (ca. 1,3 km südlich) oder die schwarze Vulkansand-Bucht Playa de Los Cancajos (wenige Fahrminuten südlich, ruhiges Wasser - gut für Kinder).

  • La Palma ist Sternenlicht-Reservat mit einem der dunkelsten Himmel Europas. Tagsüber im Hafen sieht man davon nichts, aber es ist ein schönes Gesprächsthema für Kinder, wenn das Observatorium in Sicht kommt.

Geheimtipp

Wo Einheimische hingehen.

Geheimtipp · Familienzeit

Castillo de Santa Catalina – Festung am Hafen

Direkt an der Avenida Marítima, nur wenige Minuten vom Schiff, steht die quadratische Renaissance-Festung mit Eckbastionen aus dunklem Vulkanstein. Sie wurde nach dem Korsaren-Überfall von 1553 zum Schutz der Stadt und ihres wichtigen Hafens errichtet; der heutige Bau stammt von 1685-1692. Ein kurzer, ebener Abstecher für kleine Ritter und Piraten-Fans - ein guter erster Halt gleich nach der Gangway.

📍 Avenida Marítima, 38700 Santa Cruz de la Palma · wenige Minuten zu Fuß vom Kreuzfahrt-Terminal, eben
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Budget für den Tag

Was ein Hafentag kostet.

ab 45 €
Sparsam

Sparfuchs-Tag: Hafen und Zentrum zu Fuß erkunden, Strand, Park oder Markt besuchen, Snacks aus dem Supermarkt. Kaum bis kein Eintritt - der Tag lebt von Bummeln und Natur.

ab 105 €
Mittel

Ausgewogener Tag: eine bezahlte Attraktion oder kurze Aktivität für die Familie plus ein Mittagessen in einem einfachen Lokal. Gutes Verhältnis aus Erlebnis und Kosten.

ab 210 €
Premium

Rundum-sorglos-Tag: eine organisierte Familien-Tour oder ein größerer Ausflug, dazu Essen im Restaurant und kleine Extras wie Eis oder ein Souvenir.

Zu jeder Saison

Wann ihr kommt.

Frühjahr

🌸 April-Mai: 18-24°C, mild, grün und meist sonnig.

Sommer

☀️ Juni-September: 22-28°C, warm; atlantische Passatwinde mildern die Hitze. Im Norden der Insel oft ein 'mar de nubes' (Wolkenmeer) unterhalb der Gipfel.

Herbst

🍂 Oktober-November: 21-26°C, angenehm; vereinzelt Regenschauer (La Palma ist grüner und feuchter als die östlichen Kanaren).

Winter

❄️ Dezember-März: 16-22°C, mild - Kanaren-Cruise-Hauptsaison. In der Höhe (Roque de los Muchachos, 2.426 m) kann Schnee liegen.

Vor Ort · Praktisches

Alles Wichtige in Pier-Nähe.

🍼 Die Uferpromenade Avenida Marítima ist eben und gut mit Buggy befahrbar. Die Altstadt (Calle O'Daly u.a.) hat Kopfsteinpflaster und eine leichte Steigung, ist aber machbar. Für Caldera/Roque de los Muchachos (Berg, kurvige Straßen) ist ein Buggy ungeeignet. · 🆘 Notruf 112

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